Die Tropfenschildkröte – Clemmys guttata

Die Tropfenschildkröte ist eine der attraktivsten amerikanischen Sumpfschildkröten. Ihre geringe Größe und das Attraktive Aussehen machen sie zu einer beliebten Schildkröte. Die Haltung ist jedoch nicht ganz einfach, sodass diese nur für erfahrene Halter. Aufgrund der innerartlich sehr starken Aggression sollten die Tiere strikt einzeln gehalten werden.

Ausehen:

Auf schwarzer Grundfarbe haben Tropfenschildkröten auf dem gesamten Körper verteilt mehr oder weniger gelbe Punkte. Daher wird diese Art im Englischen Spotted Turtle, also gepunktete Schildkröte genannt. Der Bauchpanzer ist gelb, wobei auf diesem große, gelbe Flecken verteilt sind. Männchen haben typischerweise ein graues Gesicht, wobei die Augen rot/braun gefärbt sind.

Verbreitung:

Das Verbreitungsgebiet der Tropfenschildkröte ist relativ groß. Dies reicht vom südöstlichen Kanada über die Oststaaten bis in den Norden Floridas.

Lebensraum:

Die Tropfenschildkröte – Clemmys guttata bewohnt permanent feuchte Gebiete. Dies können kleine Sümpfe, Überschwemmungswiesen aber auch künstlich durch Bieber angelegte Gebiete sein. Gelegentlich trifft man diese Schildkröten auch in Schwarzwasser führenden Bächen und temporären Gewässern an. Dies ist jedoch als Ausnahme zu betrachten. Mit ihrer Färbung haben sich die Tiere perfekt ihrer Umwelt angepasst. In einem Sumpf voll mit Wasserlinsen und dunklem Boden sind diese sehr schwer zu entdecken.

Ernährung:

Clemmys guttata ernährt sich omnivor. Neben Wasserpflanzen, Algen und Blättern von Sumpfpflanzen ernähren sich Tropfenschildkröten auch von Insekten, Insektenlarven, Schnecken, Fisch, Krebstieren und Aas, welcher im Wasser gefunden wird. Wie bei allen Schildkrötenarten ist auf eine abwechslungsreiche Ernährung zu achten. Grünfutter sollte permanent zur Verfügung stehen.

Vermehrung:

Im Frühjahr ist für gewöhnlich die Paarungszeit bei Tropfenschildkröten. Zu dieser Zeit verfolgen die Männchen die vermeintlich paarungsbereiten Weibchen sowohl im Wasser, aber auch an Land. Nach erfolgter Paarung werden nach einigen Wochen kleine Nistgruben angelegt, das Nistverhalten ist hier ähnlich zu dem der Moorschildkröte . Glyptemys muhlengergii. Die Weibchen legen ihre Nester auf kleine Inseln aus Pflanzenteilen o.ä.. Für gewöhnlich werden 1-8 Eier gelegt, welchein der Regel im August schlüpfen. Dabei können mehrere Gelege im Jahr produziert werden. Einige Jungtiere der späteren Gelege überwintern erfolgreich im Nest, das dann im folgenden Frühjahr verlassen wird.

Interessantes:

In der amerikanischen Heimat werden die Tropfenschildkröten vor allem durch Trockenlegung von Feuchtgebieten und damit ihren Lebensräumen bedroht. Zudem wurden in der Vergangenheit sehr viele Tiere für den Heimtiermarkt direkt der Natur entnommen. Diese Absammlungen gingen so weit, dass natürliche Populationen in einigen Gebieten ausgerottet wurden. Zudem werden immer wieder Tiere bei Wanderungen von Autos überfahren.  Neben dem Menschen sind jedoch auch größere Säugetiere wie Waschbär und Skunk Feinde, die gerne die kleinen Schildkröten fressen. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich Tiere mit fehlenden Gliedmaßen zu finden.

 

Danke an Michael T. Jones, Ph.D., University of Massachusetts zur Überlassung der Bilder.


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