Die Beleuchtung ist essentiell für das Wohlbefinden der Schildkröten. Je nach Art haben die Tiere jedoch unterschiedliche Ansprüche an diese. Auf dieser Seite will ich Hilfestellung zur Auswahl der Beleuchtung geben.

 

Schmuck- und Zier- und Höckerschildkröten:

Diese Schildkrötenarten sind wahre Sonnenanbeter. Für die erfolgreiche Pflege dieser ist es wichtig eine hochwertige Beleuchtung in Form einer HQI zu haben. Mittlerweile gibt es sehr gute Reptilienlampen, welche auch UV- Licht abgeben.

Energiesparlampen oder Röhren sind nicht geeignet, da diese nicht genug Wärme entwickeln um den Tieren eine Temperatur von 40°C. im Lichtkegel zu bieten.

 

Lucky Reptile Bright Sun UV desert:

Diese Lampe nutze ich selbst zur Beleuchtung meiner "Sonnenanbeter". Da der Anteil an UV-Licht im Betrieb abnimmt, wird empfohlen die Leuchtmittel halbjährlich zu wechseln. Auch muß beachtet werden, dass das angegebene Lichtspektrum nur mit Vorschaltgeräten der gleichen Firma erreicht wird. Zwar wird häufig ein Fremdvorschaltgerät angeboten. Hier werden jedoch nicht die angegebenen Lichtwerte garantiert. Zudem immer darauf achten ein elektronisches Vorschaltgerät zu erwerben (EVG), dieses ist energieeffizienter und duch den schonenderen Startprozess halten die Leuchtmittel auch länger. Bitte beachte, dass die Lampe nur mit Vorschaltgerät läuft!

 

Solar Raptor

Diese Lampe nutze ich ebenfalls für meine Tiere. Diese ist quasi identisch mit der oben genannten, jedoch in der Regel etwas günstiger. Angeblich- wenn man Gerüchten glauben schenken will- wird diese sogar in der selben chinesischen Fabrik hergestellt, wie das oben beschriebene "Schwestermodell". Auch hier gilt für den Betrieb, dass ein Vorschaltgerät genutzt werden muß! Bei den Ebayangeboten ist mir aufgefallen, dass oftmals Sets mit Fremd- Vorschaltgeräten angeboten werden.

Auch hier empfiehlt sich ein Austausch nach 6 Monaten, da die Lampe im laufe ihres Lebens immer weniger UV- Licht abgibt.

 

Schlammschildkröten

Die Schildkröten der Gattung Sterotherus und Kinosternon sind entgegen vieler Behauptungen ebenfalls gerne einmal am sonnen. Vorausgesetzt den Tieren wird ein Sonnenplatz entsprechend ihrer Bedürfnisse angepasst. Die Tiere sonnen sich gerne im Flachwasser und an versteckten Orten, die nicht einsehbar sind. Da die Tiere relativ klein sind und daher ein kleiner Lichtkegel ausreicht, bekommen diese ihr Licht aus einer 35 W HQI. Da es mittlerweile auch diese mit UV Anteil gibt, habe ich denen auch eine gegönnt. Ob die Tiere diesen Anteil im Licht jetzt brauchen oder nicht sei jedem selbst überlassen.

Allerdings halte ich dies für natürlicher.

Hier nutze ich sehr erfolgreich die Lampen von Solar Raptor

Ob man nun einen Spot oder den flood Strahler verwendet, bleibt jeden selbst überlassen. Vorteile haben beide Strahler, so ermöglicht es der Spot einen bestimmten Bereich im Becken punktuell auszuleuchten. Der Flood Strahler ermöglicht es hingegen eine größere Fläche auszuleuchten.

Ausleuchtung des Beckens:

Hier hat sich gerade auch im Bereich der Aquaristik in den letzten Jahren eine Menge getan! Die Beleuchtung durch Röhren nimmt zwar immer noch den größten Stellenwert ein, jedoch ist die LED- Technik immer mehr auf dem Vormarsch.

Aktuell verwende ich T5 Röhren. Hauptsächlich um eine Grundhelligkeit zu erreichen und ein Pflanzenwachstum zu ermöglichen. Den Schildkröten ist es im Wasser etwas dunkler lieber. Diese fühlen sich im halbdunklen Wasser sicherer. Dies ermögliche ich den Tieren durch einbringen von Pflanzenteppichen. Hier erweisen Muschelblumen und Wasserlinsen gute Dienste, auch wenn diese bei omnivoren Tieren häufig erneuert werden müssen.

Momentan rüste ich- auch aufgrund der steigenden Energiepreise- die Ausleuchtung meiner Becken auf LED- Technik um. Jedoch muß bei der Lichttechnik beachtet werden, dass diese nicht überhitzt. Zudem kann es bei minderwertigen Produkten zu einer Verschiebung des Farbspektrums in den grünen Bereich kommen.

Gute Erfahrungen gibt es auch aus Aquarianerkreisen bei dieser Lampe:

Die oben abgebildete Lampe reicht für Becken bis ca.80 cm Kantenlänge. Pro Leiste hat man einen Energieverbrauch von ca. 2,4W. Je nach Geschmack besteht auch die Möglichkeit mehrere Lampen zusammen leuchten zu lassen. Dies erhöht natürlich die Ausleuchtung. Aufgrund der Wartungsfreiheit, der langen Lebensdauer der LED Technik und des geringen Anschaffungspreis lohnt sich der Umstieg und hat sich schnell bezahlt gemacht.

Die Lampentechnik gibt es selbstverständlich auch in doppelter Länge für Becken bis ca. 120cm. Auch hier gilt. Bei mehr Lichtbedarf kann man mehrere Lampen zusammen schalten, was auch unnötig viele kabel reduziert.

 

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