Cumberland-Schmuckschildkröte - Trachemys scripta troostii

 

Seit die Rotwangen-Schmuckschildkröte - Trachemys scripta elegans nicht mehr in die Europäische Union eingeführt werden darf, werden immer mehr Cumberland-Schmuckschildkröten - Trachemys scripta troostii in den Zoohandlungen angeboten. Das Aussehen von Trachemys scripta troostii ähnelt dem der Rotwangen- Schmuckschildkröte stark, jedoch hat der Wangenstrich der Cumberland- Schmuckschildkröte nicht eine solch intensive Rotfärbung, sondern geht je nach Individuum mehr ins Bräunliche oder Orange.

 

Verbreitungsgebiet:

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Cumberland Schmuckschildkröte ist geographisch gesehen relativ klein. Die Tiere leben in ihrer angestammten Heimat im Cumberland- River bzw. dem Tennessee- River in Tennessee und Kentucky.

 

Aussehen:

Trachemys scripta troostii ist eine typische Wasserschildköte. Jungtiere haben eine sehr ansprechende Färbung. Der Carapax ist von vielen grün/gelben Linienmustern geprägt, die Extremitäten haben ein grün/gelbes Streifenmuster. Hinter den Augen haben die Tiere den  bräunlichen bis orangenen Streifen. Mit zunehmenden Alter verblasst der Panzer und die Färbung geht in ein gräuliches Braun über. Auch die Extremitäten dunkeln ein wenig nach, was aber durchaus sehr schön anzusehen ist.

Die Tiere sind mit ca. 20 cm ausgewachsen. Nur wirklich große und stattliche Exemplare werden größer.

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Haltung:

Die Haltung von Cumberlandschmuckschildkröten gestaltet sich als relativ einfach. Sollten die Tiere ganzjährig im Aquarium gepflegt werden, dann sollte das Aquarium mindestens 120cmx50cmx50cm für ein Tier fassen. Da die Tiere ausgezeichnete Schwimmer sind, sollte man ihnen so viel Schwimmraum wie möglich gönnen.

Eine Haltung im Gartenteich ist für die Sommermonate die artgerechteste Lösung, da die Tiere dadurch dem natürlichen Sonnenlicht ausgesetzt sind,was für die allgemeine Entwicklung der Tiere am förderlichsten ist. Zudem ist das Nahrungsspektrum durch Wasserpflanzen und Anfluginsekten bzw. Larven viel höher als es in der reinen Aquarienhaltung der Fall sein kann. Eine ganzjährige Aussenhaltung dieser Schildkrötenart ist möglich, wenn der Teich in einem beheizten Gewächshaus errichtet wurde. Ein schönes Beispiel für solche Teiche ist hier zu finden. Bei dieser Haltungsmethode ist eine Überwinterung im Haltungsteich möglich.

Nachzucht:

Wenn Männchen und Weibchen zusammen gepflegt werden, fangen diese nach der Winterruhe an zu paaren. Dazu fangen die Männchen an, mit ihren verlängerten Vorderkrallen vor dem Weibchen zu "zittern". Das paarungsbereite Weibchen bleibt in diesem Fall ruhig sitzen und lässt das Männchen mit seiner Kloake die des Weibchen berühren, wobei dieser seinen Penis in diese einführt. Danach bleibt das Männchen einige Zeit am Weibchen hängen, bevor dieses ihn oftmals unsanft nach einigem Hinterherziehen abwirft. Einige Männchen verbeissen sich vor dem Paarungsakt auch in den Hals des Weibchens. Ähnliche Paarungsaktivitäten sind auch bei Chrysemys picta zu beobachten. Einige Wochen nach der Paarung legt das Weibchen eine Eigrube an, in das es nach meinen Erfahrungen zwischen 9 und 12 Eier ablegt. Diese Eier werden auf handfeuchtes Seramis gelegt und zwischen 25 und 32 Grad inkubiert. Ein Drehen der Eier verursacht ein Absterben des Schlüpflings, sollte als vermieden werden. Nach 55 bis 120 Tagen, je nach Bruttemperatur schlüpfen die kleinen Schildkröten. Die Bruttemperatur hat Einfluß auf das Geschlecht der späteren Jungtiere. Bei 25 bis 28 Grad schlüpfen mehr Männchen, bei 30 und mehr Grad mehr Weibchen.

Aufzucht

Die Aufzucht von jungen Cumberlandschmuckschildkröten bereitet keinerlei Probleme. Als Erstfutter haben sich rote, lebende Mückenlarven bewährt, diese werden nach Absorbierung des Dottersacks schnell angenommen werden. Auch fressen die kleinen Schildkröten sofort Grünpflanzen in Form von Wasserlinsen und zarten Löwenzahntrieben. Oftmals gemachten Angaben, dass Jungtiere nicht sofort an pflanzliche Nahrung gehen kann ich nicht bestätigen. Wenn diese angeboten wird, wird diese auch angenommen. Ein bis zwei Fastentage in der Woche, an denen auf tierische Nahrung verzichtet wird, hat sich bewährt.

 

Literaturtipp:

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