Auf dieser Seite sind Fotos verschiedener Farbmorphen der Rotwangenschmuckschildkröte - Trachemys scripta elegans abgebildet.

Farbmorphen von Rotwangenschmuckschildkröten sind in Europa kaum verbreitet, sodass man schon sehr viel Glück haben muß, tatsächlich ein Tier erstehen zu können. Aufgrund der Einfuhrbestimmungen zu Trachemys scripta elegans in die Europäische Union wird sich daran auch so schnell nichts ändern.

Eine Nachfrage beim zuständigen Bundesamt hat ergeben, dass keine Interesse besteht Ausnahmegenehmigungen zur Einfuhr durch Privatpersonen in die EU zu erteilen. Auch die Argumentation, dass durch die sehr auffällige Farbgebung und die doch recht hohen Preise bei solchen Tieren nicht davon ausgegangen werden kann, dass diese als Faunenverfälscher die europäischen Biotope unsicher machen, findet zumindest dort kein Gehör.

Ein Herzliches Dank für die zur Verfügungstellung der Bilder geht an Marc Cantos, USA von www.theturtlesource.com.

Albino

Albino- Rotwangenschmuckschildkröten sind die am häufigsten auf dem internationalen Markt gehandelten Tiere. Da die Eigenschaften sehr gut weitergegeben werden können ist eine Nachzucht kein Problem. Allerdings gibt es Exemplare, die das natürliche Sonnenlicht schlecht vertragen. Diese bekommen aufgrund ihrer Pigmentstörungen einen Sonnenbrand. Zudem kursieren im Internet Gerüchte, dass die albinotischen Tiere - sollten sie dem natürlichen Sonnenlicht ausgesetzt werden - erblinden. Dies halte ich jedoch für übertrieben.

 

 

 

 Lemon

Diese Farbform entspringt den albinotischen Tieren. Der Unterschied zu den oben genannten Albinos liegt darin, dass diese Tiere von der Panzerfärbung und auch der Hautpigmentierung viel kräftiger gezeichnet sind. Zudem sind die Augen dunkelrot. Eine Haltung unter natürlichen Sonnenbedingungen ist bei diesen Tieren kein Problem.

 

 

 

Caramel Pink

Dies ist für mich die interessanteste Farbmorphe, die ich von Trachemys scripta elegans jemals gesehen habe. Über 20 Jahre wurde damit verbracht Tiere mit unterschiedlichsten Eigenschaften miteinander zu verpaaren um eine solche Zuchtform zu erhalten. Neben der pinken, pigmentlosen Haut sind die Augen dieser Tiere sehr interessant. Die Iris ist blau gefärbt, wohingegen die Pupille rot ist. An die Haltung haben diese Tiere die gleichen Ansprüche wie normalgefärbte Rotwangenschmuckschildkröten.

 

Leucistic-Albino

Unter dieser Zuchtform hat man alle "Weißlinge" von Trachemys scripta elegans zusammengeführt. Der Unterschied zu den albinotischen Tieren ist die Tatsache, dass die Tiere statt eines gelben, einen weißen Panzer haben.

 

 

Pastell oder auch Hypo

Bei der Entstehung der unten gezeigten Farbmorphe scheiden sich die Geister. Viel wird darüber spekuliert, dass die Eier der Rotwangenschmuckschildkröte durch überkochen- also abnormal hohe Bruttemperaturen - sich so entwickeln, dass ein Farbdefekt in den Genen auftritt. Für diese These spricht, dass die Tiere dieser Farbform nahezu ausschließlich weiblichen Geschlechts sind.

Allerdings gibt es auch die Erklärung, dass die Eier der Rotwangenschmuckschildkröte in den Farmen absichtlich auf das weibliche Geschlecht erbrütet werden. Dies ist insoweit logisch, dass neben dem Heimtiermarkt auch der asiatische Nahrungsmittelmarkt durch die Amerikanischen Zuchtfarmen beliefert wird. Eine weibliche Rotwangenschmuckschildkröte wird größer und schwerer und hat somit mehr Fleischanteil...

Eine Inkubation auf zu hohe Temperaturen würde einen Großteil der Embryos absterben lassen und geschwächte Jungtiere würden schlüpfen. Dies rechnet sich nicht.

Die Pastellgezeichneten Tiere sind meiner Meinung nach eine spontane Mutation einzelner Tiere. Nach meinen Infos wird mit diesen noch nicht gezielt gezüchtet. Ob sich diese Mutation erfolgreich weitervererben lässt, bleibt abzuwarten.

Ghost

Als Ghost-Rotwangen beschreibt man Trachemys scripta elegans welchen die normale Pigmentierung durch Mutation abhandengekommen ist. Die Tiere haben kein knallig wirkendes Dunkelgrün, sondern bleiben heller. Aus der Tatsache, dass diese Tiere wie der "Geist" einer normalen Rotwange aussehen, wurden die Tiere so benannt.

Snow Albino

Bei dieser Morphe handelt es sich um ein albinotisches Tier, welches keinerlei Pigmentierung aufweist und extrem rote Augen hat. Die Farbform ist relativ neu, erst 2010 wurden kleine Stückzahlen zu extrem hohen Preisen angeboten. Nach Infos über einen amerikanischen Züchter im April 2011 wird diese Farbform durch eine Kreuzung von Albinos mit Caramel- Pink Tieren erzeugt.

Rio Grande oder auch South Texas- Rotwange

Bei dieser Lokalform der Rotwangenschmuckschildkröte handelt es sich nicht um einen Farbmutation. Die Tiere sind eine sehr farbenfrohe Lokalform der Rotwangenschmuckschildkröte. Ich selbst halte einige dieser Tiere. Sollte Interesse an Jungtieren bestehen, kontaktieren Sie mich bitte über die im Impressum angegebene Emailadresse.

Melanismus

Hierbei handelt es sich ebenfalls nicht um eine Farbform. Bei alten Männchen wird mehr Melanin in die Haut eingelagert, sodass nur noch die schwarzen und grauen Pigmente sichtbar sind. Dies nennt man Melanismus. Auch von anderen Schildkrötenarten ist dieses Phänomen bekannt. Gerade bei Chinesischen Dreikielschildkröten - Chinemys reveesi sind mir schon einige Exemplare untergekommen. Aus ungesicherter Quelle wurde mir mitgeteilt, dass angeblich durch Kreuzungsexperimenten zwischen albinotischen Weibchen und melanistischen Männchen die Snow- Mutante herausgezüchtet wurde.

Trachemys "Black"

Wer hätte das gedacht, man hat es in den USA tatsächlich geschafft schwarze Rotwangenschmuckschildkröten herauszuzüchten. Somit gibt es tatsächlich eine schwarze Farbform, die genetisch stabil scheint. Lassen wir uns überraschen wann die Ersten Karos gezüchtet werden...

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