Gelbwangen Schmuckschildkröte- Trachemys scripta scripta

Als Gebwangenschmuckschildkröte werden die Meisten in Zoohandlungen angebotenen Babyschildkröten angeboten. Oftmals wissen die Halter über Jahre nicht, dass sie eine ganz andere Schildkrötenart haben. Die Bezeichung Gelbwangen Schmuckschildkröte spielt auf den gelben Querstreifen im Gesicht der Tiere an. Da jedoch fast alle Jungtiere von Nordamerikanischen Schmuckschildkröten irgendwo einen gelben Streifen haben und der Zoohändler vor Ort auch oftmals garnicht weiß was er verkauft, werden die Tiere der Einfachheit halber als "Gelbwange" angeboten.

 

Verbreitung:

Das Verbreitungsgebiet der Gelbwangenschmuckschildkröte reicht von Südostvirginia hinüber in den östlichen Teil von Nord-Carolina. Zudem sind die Tiere in Süd Carolina beheimatet, wo sich das Verbreitungsgebiet nach West- Georgia und Nord- Florida erstreckt. In den Gebieten, in denen sich das Verbreitungsgebiet mit der Rotwangenschmuckschildkröte - Trachemys scripta elegans und der Cumberlandschmuckschildkröte - Trachemys scripta troosti überschneidet sind Mischlinge aus beiden Unterarten bekannt.

Aussehen:

Wie bereits im Vorfeld erläutert, haben Gelbwangen-Schmuckschildkröten - Trachemys scripta scripta einen kräftigen, gelben Querstreifen direkt hinter dem Auge. Zudem ist auf dem  Bauchpanzer bis auf gelbe Flecken am Kehlschild keine Zeichnung vorhanden. Sollten weitere Bauchpanzerflecken vorhanden sein, handelt es sich höchstwarscheinlich um einen Mischling. Mischlinge werden immer wie reinerbige Gelbwangenschmuckschildkröten gepflegt.

DIe Gelbwangenschmuckschildkröte wird nach der mir vorliegenden Literatur maximal 27,2 cm groß. Jedoch werden große Tiere meist nicht viel größer als 20 cm im weilichen Geschlecht und 17 cm im männlichen Geschlecht.

Einige wenige männliche Exemplare werden melanistisch, das heißt, daß sich diese im Alter überwiegend schwarz färben. Auch gibt es mittlerweile verschiedene Zuchtformen, die aber vorwiegend in Japan und Amerika gehandelt werden. Bei diesen wurde ein erhöhter Gelbanteil auf dem Panzer herausgezüchtet.

Auf dem unten stehenden Foto sind die deutlich verlängerten Krallen bei Männchen, sowie der charakteristische Wangenstrich bei der Gelbwangenschmuckschildkröte- Trachemys scripta scripta zu sehen.

Lebensraum:

Die Gelbwangenschmuckschildkröte ist ein typischer Teichbewohner. Jedoch wurden auch Tiere in langsam fließenden Flüssen und in Seeausläufen gesichtet.

Futter:

Gelbwangenschmuckschildkröten leben Omnivor, das bedeutet, dass die Tiere Gemischtköstler sind. Neben tierischem Futter in Form von Fisch, Würmern, Schnecken, Insekten und Krebsen, sollte auch immer Grünzeug gereicht werden. Dies in Form von Wasserpflanzen, aber auch Wildkräutern wie z.B. Löwenzahn. Das Futter bitte direkt ins Wasser geben, da Gelbwangenschmuckschildkröten anatomisch nicht in der Lage sind an Land zu fressen.

 

Zucht

Sollte eine Nachzucht angestrebt werden, sollte sich ganz genau überlegt werden wo die Jungtiere später untergebracht werden. Es gibt ohne Ende Gelbwangenschmuckschildkröten in Tierheimen und Auffangstationen, sodass eine Nachzucht aufgrund des überschwemmten Markts nicht sinnvoll ist.

Wenn Männchen und Weibchen zusammen gepflegt werden, fangen diese nach der Winterruhe an zu paaren. Dazu fangen die Männchen an, mit ihren verlängerten Vorderkrallen vor dem Weibchen zu "zittern". Das paarungsbereite Weibchen bleibt in diesem Fall ruhig sitzen und lässt das Männchen mit seiner Kloake die des Weibchen berühren, wobei dieser seinen Penis in diese einführt. Danach bleibt das Männchen einige Zeit am Weibchen hängen, bevor dieses ihn oftmals unsanft nach einigem Hinterherziehen abwirft. Einige Männchen verbeissen sich vor dem Paarungsakt auch in den Hals des Weibchens. Ähnliche Paarungsaktivitäten sind auch bei Chrysemys picta zu beobachten. Einige Wochen nach der Paarung legt das Weibchen eine Eigrube an, in das es nach meinen Erfahrungen zwischen 9 und 19 Eier ablegt. Diese Eier werden auf handfeuchtes Seramis gelegt und zwischen 25 und 32 Grad inkubiert. Ein Drehen der Eier verursacht ein Absterben des Schlüpflings, sollte als vermieden werden. Nach 55 bis 120 Tagen, je nach Bruttemperatur schlüpfen die kleinen Schildkröten. Die Bruttemperatur hat Einfluß auf das Geschlecht der späteren Jungtiere. Bei 25 bis 28 Grad schlüpfen mehr Männchen, bei 30 und mehr Grad mehr Weibchen.

 

Weiterführende Infos:

 

 

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