Wie gestalte ich einen Eiablageplatz?

Das ist eine Frage, die leider nicht für jede Art gleich beantwortet werden kann. Schildkröten haben sich unterschiedliche Nieschen gesucht, in denen sie leben können. So ist in Australien beispielsweise eine Art bekannt, die unter Wasser ihre Eier ablegt und erst nach Ende der Regenzeit, mit Austrocknung der Gewässer setzt die Entwicklung der Jungtiere ein...

Die in den Zooläden angebotenen nordamerikanischen und asiatischen Arten nehmen jedoch einen Landteil mit folgender Beschaffenheit in der Regel problemlos an.

 

Höhe:

Der Eiablageplatz sollte immer über dem Wasserlevel liegen. Der Grund ist einfach: Die Schildkröte sucht einen möglichst sicheren Platz für seine Gelege aus. In einer Kuhle, in die möglicherweise Wasser eindringt, sind die Entwicklungschancen der Eier schlecht. Daher ist ein Ablageplatz hier nicht attraktiv. Bei einigen flussbewohnenden Schildkröten muß man dann auch mal deutliche Höhenunterschiede einkalkulieren, welche deutlich über 40 cm gehen. In der Regel recht aber ein geringer Abstand von wenigen cm zum Wasserlevel.

Substrattiefe:

Der Eiablageplatz muß so tief sein, wie die längste Schildkröte. Bei großen Schmuckschildkröten können das gerne mal 30 cm und mehr sein. Ich empfehle hier normalen Spielkastensand. Auch habe ich gute Erfahrungen mit Blumenerde gemacht. Sand hat aber den Vorteil, dass - wenn er einmal ins Wasser getragen wird- er das Wasser nicht in eine braune Brühe verwandelt.

Substratwärme:

Keine Schildkröte sucht sich einen Eiablageplatz aus, der zu kalt für die Entwicklung der Eier ist. Das heißt: Entweder sollte dieser so beleuchtet sein, dass das Substrat eine erhöhte Oberflächentemperatur hat. Ca. 26 Grad sind hier ausreichend. Einfacher geht es aber mit einer Heizmatte für Terrarien. Einfach seitlich vergraben und zur Legezeit anschalten. Aus Kostenersparnis rege ich an, diese außerhalb der Legezeit abzuschalten.

Substratfeuchtigkeit:

Trocken sollte es nicht sein. Nass aber auch nicht. Im Zweifel besser etwas trockener als zu nass. Die Schildkröten können Flüssigkeit aus ihrer Analblase ablassen und zum Graben nachfeuchten.

 

 

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